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Testbericht: Binary Domain (90)

Binary Domain ist ganz sicher kein zweitklassiger Shooter. Bereits in den ersten Spielminuten stellt man fest, dass sich die Entwickler von SEGA einige Mühe gegeben haben.

 

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Story

Der Spieler befindet sich in Tokio im Jahre 2080. Im Zuge der Erderwärmung wurden die meisten Großstädte überflutet und ein Großteil der Menschheit getötet. Die Städte bauten daraufhin in die Höhe. Es entstanden Städte über den Städten, wobei letztere den armen überlassen wurden. In den Oberstädten geht es sehr fortschrittlich zu. Es gibt massenhaft Roboter, die nahezu alle Arbeiten verrichten. Eine neue Genfer Konvention verbietet, dass Roboter mit menschlichem Aussehen produziert werden. Den japanischen Amada Konzern kümmert dies jedoch wenig. Amada produziert Roboter, die äußerlich nicht von Menschen zu unterscheiden sind. Selbst die Roboter scheinen nicht zu wissen, dass sie welche sind. So wird eine sogenannte Rost-Crew nach Tokio gesendet, um Amada aufzuhalten.

 

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Roboter

Zusammen mit einem kleinen Team versucht man in Tokios Oberstadt zu gelangen und muss dabei ganze Hundertschaften von Kampfrobotern vernichten. Die meisten der Modelle erinnern sehr an Filme wie I-Robot oder Terminator. Es gibt allerdings zahlreiche verschiedene Modelle. Manche sind extrem aggressiv, manche extrem stark bewaffnet. Es gibt kleine Roboter, die an die Spidereinheiten aus Minority Report erinnern und es gibt riesige Kampfmaschinen, groß wie ein Häuserblock. Manche können auch  fliegen oder fahren.

 

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Steuerung / Team

Die Steuerung ist anfangs etwas Gewöhnungsbedürftig. Man kommt aber schnell damit klar und freundet sich damit an. Besonders cool: man kann bei jedem Spielabschnitt  selbst entscheiden, wen man in seinem Team haben möchte. Seinem Team kann man dann auch Befehle geben, was aus taktischen Gründen echt hilfreich sein kann. Man kann sogar per Head-Set Befehle erteilen.

 

Während des Spiels stellen dir die Charaktäre des öfteren Fragen. Deine Antwort beeinflusst dein Verhältnis zu ihnen. Dies hat zwar keine Auswirkungen auf den Spielverlauf, ist aber auch so einfach cool. Man kann auch seine Waffen und die des Teams verbessern und Objekte kaufen, die die Eigenschaften der Teammitglieder optimieren.

 

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Grafik / Gefechte

Die Grafik ist auch sehr gut, besonders die detailreiche Umgebung ist sehr faszinierend. Man hat sich wirklich Gedanken bei der Gestaltung gemacht und überlegt, wie es in der Zukunft wohl aussehen könnte. Viele Objekte sind auch zerstörbar, was die Gefechte noch realistischer macht. Die Roboter nehmen sehr oft Deckung hinter Objekten und sind auch sonst recht intelligent. Manche überleben auch extrem harten Beschuss. Als erstes verlieren sie ihre Panzerung, diese platzt geradezu von ihnen ab wenn du auf sie feuerst. Du kannst ihnen auch die Beine wegschießen aber Vorsicht: Sie kriechen weiter solange sie nicht tot sind. Sie können also noch auf dich schießen oder dich am Bein packen. Schieß also am besten auch die gleich die Arme mit weg. Kleiner Tipp: wenn du einem Roboter den Kopf wegballerst, verliert er die Orientierung und greift auch andere Roboter an.

 

Sonstiges

Besonders aufgefallen ist uns die Länge der Kampagne. Sicher haben die Freaks unter euch das Spiel schneller durch, beim Test kamen wir aber auf satte 10 Stunden Spielspaß. Für einen Shooter waren sogar die Dialoge zwischen den Charaktären sehr gut. Zum Ende wird die Story sogar noch etwas tiefgründiger. Moralische und ethische Fragen tun sich auf und man kommt wirklich ins Grübeln, ob sich der Hauptcharakter richtig verhält. Schließlich nimmt die Story dann nochmal eine Wende und man ist mit dem Ausgang der Geschichte doch sehr glücklich. Sie verspricht sogar einen zweiten Teil;) Der Multiplayer besteht aus verschiedenen VS-Modi und einem Invasions-Modus. Die Karten könnten etwas komplexer sein und ein richtiger Anreiz für langen Spielspaß fehlte uns auch etwas.

 

Bewertung

 

Story 9/10

Steuerung 8/10

Grafik 9/10

Spieldauer 10/10

Spielspaß 9/10

Action 9/10

Atmosphäre 9/10

Multiplayer 7/10

Features 10/10

Inszenierung 10/10

 

Gesamt: 90/100

 

[Metacritic: 73/100] basiert auf anderen Testberichten

[Gamesonly 7,5] basiert auf Usermeinungen

 

Fazit

Binary Domain ist ein echter Geheimtipp. Leider wurde das Game in Europa nicht sehr stark beworben. Es braucht sich aber in keinem Punkt verstecken. Für einen Neupreis von nur 49 Euro bekommt ihr eine Top Grafik, Top Story und Top Gameplay. Da gibt es von uns nicht nur eine Kaufempfehlung sondern einen Kaufbefehl.

 

Besitzt ihr Binary Domain? Was haltet ihr davon? Wenn Ihr noch Fragen zum Spiel habt, kommentiert einfach den Artikel. Ich versuche alle Fragen zu beantworten!

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