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Warum du nicht bei G+ bist

Wer bei Google+ aktiv ist, hat den feinen Unterschied zu Facebook wohl bereits erkannt und zieht wohl auch seinen Nutzen daraus, für die Facebook-Fanatiker und Unwissende kommt hier die Antwort auf eine nie gestellte Frage: Warum bin ich nicht auf Google+?

Du, Der Facebook-Nutzer:

Auf Facebook ist nahezu jeder online und das ist auch gut so, schließlich möchtest du dort mit all deinen Freunden und Bekannten verbunden sein. Ob Facebook für dich persönlich nützlich ist, hängt im Grunde bloß davon ab, ob du dort Freunde hast. Du nutzt Facebook zum Chatten, Kommentieren und natürlich, um dich zu profilieren. Montags suchst du nach Personen die du am Wochenende in der Disko kennengelernt hast und entfernst deine Markierungen auf unschönen Partyfotos. Du hast im Durchschnitt wenig Ahnung von den AGBs und Privatsphäre-Einstellungen, regst dich aber regelmäßig über Facebook auf sobald du einen negativen Bericht darüber im Fernsehen aufschnappst. Facebook bietet dir (bisher) natürlich auch wesentlich mehr Möglichkeiten im Vergleich zu Google+ und ist zudem mittlerweile alt bewährt.

Du, der Nicht-G+-Nutzer:

Die Frage ob du dich bei G+ registrierst, hast du dir vielleicht noch gar nicht gestellt. Vermutlich weil du keinen weiteren Nutzen darin siehst, bei einem weiteren Netzwerk aktiv zu sein. Schließlich fehlt es dir bei Facebook an nichts. Du hast 563 Freunde (zusätzlich zu deinen vier echten) und bist mit deiner Lieblingsserie verbunden - du verpasst also gar nichts mehr! (Um News von Justin Bieber zu erhalten hast du dich ja außerdem schon bei Twitter angemeldet.)

Warum sind andere Menschen überhaupt bei G+?

G+ wird bislang von 3 Gruppen bevölkert. Zu der kleinsten gehören User, die sich von Facebook auf Google+ verlaufen haben. Sie haben sich gleich registriert als G+ für alle geöffnet wurde und sie einen Post darüber bei Facebook gelesen haben. Sie mussten jedoch feststellen, dass Ihre Freunde dort nicht zu finden sind. Damit haben Sie G+ als gescheitert abgehakt und sind ohne Schließung ihres Kontos auf Facebook zurückgekehrt.

Eine weitere Gruppe bilden die selbsternannten Coaches und Online-Marketer. Sie sind im Schnitt 53 Jahre alt und 4 Jahre arbeitslos. Ursprünglich waren Sie Floristen oder Fleischfachverkäufer. Nun sind sie auf allen gängigen Plattformen vertreten, um Ihr Wissen zu teilen. Erst auf Facebook, dann auf Twitter und Youtube, jetzt auch bei Google+. Ihr Ziel ist es dir gegen einen geringen Obolus ein fiktives Produkt oder die Teilnahme an einem Webinar oder MLM-System zu verkaufen. Das Gute ist, sie können dir auf G+ keine Freundschaftsanfragen stellen. Bei G+ folgt man nämlich seinen Kontakten. Das verhindert leider auch, dass du dort einen unrealistisch Großen Freundeskreis aufbaust um den Eindruck zu erwecken, du würdest einen Haufen cooler Leute (und vor allem viele “Hot Chicks”) kennen.


Die Kerngruppe von G+ sind die engagierten Berufstätigen, die sich über (meist) relevante Themen  austauschen. Dabei geht es oft um Politische Entscheidungen (und besonders Fehltritte), verhasste Gesetzesentwürfe, Fragen zu Soft- und Hardware, die nur extreme Nerds beantworten können, die Entwicklung von Medien, und tagesaktuelle Informationen. Nicht zu vergessen die Screenshots von Facebook-Posts deiner Freunde, die ausschließlich der Belustigung dienen. Also eine Menge Kram, der nichts mit dem Dschungel-Camp oder DSDS zu tun hat.

Vermutlich hast du jetzt einige Gründe gefunden, die dir verdeutlichen, warum du nicht bei G+ registriert bist. Solltest du jedoch jetzt das Bedürfnis verspüren dich bei G+ anzumelden oder fühlst du dich aufgrund einiger Aussagen in diesem Artikel angegriffen, zählst du nicht zur Zielgruppe (die nämlich fühlt sich bestätigt) und kannst beruhigt sein. Denn auch die G+ User finden Facebook toll. Sie sind bloß ausgezogen, weil sie keine “Ich sitze auf dem Klo-Posts” und City-Ville-Anfragen mehr sehen können.

Wir sehen uns auf der anderen Seite!


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